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Medientipps von uns für Sie

Kinderbuchtipp des Monats März von Elisa Krämer: 

Was haben wir gelacht: Nicht nur die Kinder, sondern auch wir, Mama und Papa. Dieses Buch von Otfried Preußler, der übrigens gar nicht weit weg von Ebersbach-Neugersdorf, im früheren Reichenberg (heute Liberec) aufgewachsen ist, hat uns ehrlich begeistert. Wir kannten Preußlers Krabat, wir kannten das kleine Gespenst und den Räuber Hotzenplotz. Aber Hörbe hatte sich bisher vor uns versteckt. Wahrscheinlich in seinem Hutzelmannhaus.

Und so lernten wir ihn jetzt zum Glück kennen. Wir hätten echt was verpasst: Hörbe, der mit seinem großen Hut (natürlich dem Untendrunter- und dem Obendrüberhut, farblich angepasst an die jeweilige Jahreszeit!) auf Wanderschaft geht, die einzukochende Preiselbeermarmelade einfach Preiselbeermarmelade sein lässt, und ehe er sich's versieht in den mysteriösen Worlitzer Wäldern landet. Man munkelt, dass dort der Plampatsch wohnt. Doch statt jenem Monster mit den Feuerrad-Augen trifft Hörbe auf...einen waschechten Zottelschratz namens Zwottel. Die beiden freunden sich an und erleben manch Abenteuer. Und am Ende essen sie sogar die "Pri-Pra-Preiselbeermirmulade", von der der Zottelschratz gar nicht genug bekommt.

Das Buch ist für Kinder im Alter rund um den Schuleintritt sehr gut geeignet. Es gibt einen Folgeband "Hörbe und sein Freund Zwottel". Außerdem empfehlenswert: Das Hörbuch, vorgelesen von Autor Otfried Preußler höchstpersönlich.

Mein Lesetipp des Monats: Otfried Preußler: Hörbe mit dem großen Hut

 

Roman-Tipp des Monats Februar von Katja Hieke:

Die Waldfriede-Saga handelt von der Geschichte einer Berliner Klinik unter Trägerschaft der evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Die Handlung und viele Protagonisten sind angelehnt an wahre Ereignisse, die in der Chronik des Krankenhauses Waldfriede niedergeschrieben sind.
Der 3. Teil der Waldtriede-Saga handelt vom Beginn bis zum Ende des 2. Weltkriegs. Wiederum war ich erstaunt, wie gut Corina Bomann um die geschichtlichen Tatsachen herum eine Geschichte schreibt. Zeitweise konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, oft hat ich auch Mühe, die beschriebenen Ereignisse in den schweren Kriegszeiten zu verarbeiten. Aber gerade jetzt ist es wichtig sich bewusst zu machen, wieviel Leid der Krieg in das Leben jedes Einzelnen bringt. Sehr einfühlsam fand ich, wie Bomann das Mißtrauen in die Mitmenschen (wer ist Freund, wer Feind?), das Unverständnis für den von Deutschland angezettelten Krieg und auch teilweise das Unwissen um die wirklichen Ereignisse beschreibt. Die Hauptprotagonistin Ärztin Helene, war mir überaus sympathisch. Ich habe mit ihr gelitten, gezweifelt und gehofft. Lesen Sie selbst, es lohnt sich.

Mein Lesetipp des Monats: Sturmtage (Die Schwestern vom Waldfriede, Band 3)

 

Roman-Tipp des Monats Januar von Katja Hieke:

Ich war sehr gespannt auf diesen Spiegel-Bestseller wegen der vielen guten Bewertungen auf diversen Portalen.
Auf den ersten Seiten musste ich mich an den etwas anderen Schreibstil gewöhnen, das ging aber schnell. Und dann mochte ich das Buch nicht mehr weglegen. Die Geschichte um Mathematikstudentin Tilda, die sich um ihre kleine Schwester Ida und ihre schwer alkoholkranke Mutter kümmern muss, hat mich wirklich gefesselt und stark beeindruckt. Tildas Leben ist extrem durchgetaktet, um alles zu schaffen. "Nebenbei" arbeitet sie noch im Supermarkt an der Kasse, damit die Familie finanziell über die Runden kommt. Spannend fand ich auch die Geschichte um Viktor, der wie Tilda immer 22 Bahnen schwimmt. Das Buch ist keine leichte Kost, trotzdem hinterlässt es einen nicht schwermütig. Mehr möchte ich gar nicht verraten, ich empfehle das Buch uneingeschränkt weiter. Übrigens geht die Geschichte weiter in „Windstärke 17", das Buch erscheint im Mai 2024.

Mein Lesetipp des Monats: 22 Bahnen von Caroline Wahl

Kinderbuchtipp des Monats Dezember von Elisa Krämer: 

Pettersson und Findus - welch charmantes Pärchen. Der knurrige, etwas chaotische alte Herr und sein quirliger Kater bereiten sich auf Weihnachten vor. Genau wie wir, die wir das Buch mit den herrlich detailreichen Illustrationen vorlesen, haben sie so einiges um die Ohren. Einkaufen müssen wir noch, den Baum holen, ach, und Pfefferkuchen backen!

Doch dann verletzt sich Pettersson den Fuß. Ausgerechnet jetzt! Wie gut, dass nicht weit viele nette Menschen wohnen, die nacheinander nicht nur reinschauen, um sich nach dem Fuß zu erkundigen, sondern auch etwas mitbringen. Weihnachten ist gerettet, und nicht nur der provisorische Baum mit den in Löcher gestopften Tannenzweigen ist in diesem Jahr etwas ganz besonderes. Auch mit so spontanen, hilfsbereitem Besuch zu feiern, strahlt ihn aus: den Geist der Weihnacht.

Das Buch ist in der ersten Auflage bereits vor über 30 Jahren erschienen. Mittlerweile modern verfilmt, eignet sich dieses Buch als jährlicher Klassiker im weihnachtlichen Vorlese-Reigen für Kindergarten- und Grundschulkinder. Und auch die Erwachsenen kommen in Weihnachtsstimmung, garantiert.

Mein Lesetipp des Monats: Sven Nordqvist: Pettersson und Findus - Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch

 

Roman-Tipp des Monats November von Vanessa Kahlert:

Leidenschaft und griechische Mythologie vermischt, klingt für Sie vielleicht nach einer seltsamen Kombination. Aber genau dieses Zusammenspiel der beiden Genres macht „A Touch of Darkness" zu einem einzigartigen Leseerlebnis. Tauchen Sie ab in die Welt von New Athens, einer Großstadt angelehnt an die griechische Mythologie. Werden Sie Teil einer verbotenen Liebe zwischen der Göttin des Frühlings und dem Gott der Unterwelt!

Scarlett St. Clair nimmt Sie mit in eine Welt voller Mysterien und Intrigen. Lernen Sie die Welt der Götter mit all ihren Facetten und Geheimnissen kennen.

Dieses Buch zieht einen förmlich in den Bann, eine klare Leseempfehlung meinerseits!

Mein Lesetipp des Monats: Scarlett St. Clair "A Touch of Darkness", Band 1 der Hades&Persephone-Reihe

Roman-Tipp des Monats November von Katja Hieke:

„Es heißt, Bücher finden ihre Leser - aber manchmal brauchen sie jemanden, der ihnen den Weg weist." So beginnt dieses wunderbare Büchlein. Wer Bücher liebt, wird es sicher mögen. Es geht um den etwas eigenartigen Carl, der Bücher zu den Menschen bringt. Festgelegt in täglichen Zeitabläufen und etwas eigenartig. Aber ein Bücherliebhaber durch und durch. Und es geht um die Menschen, denen er die Bücher bringt. Welche Bücher passen eigentlich zu welchen Menschen? Die Bücher, die sie sich wünschen? Oder sollten sie mit etwas überrascht werden? Das Buch ist garniert mit hübschen Weisheiten über Bücher und das Lesen. Und was sonst noch passiert? Lesen Sie selbst, von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Mein Lesetipp des Monats: Der Buchspazierer von Carsten Henn

Roman-Tipp des Monats Oktober von Elisa Krämer:

Als Nachfolger vom "Lavendelzimmer" liefert Nina George mit diesem Roman laut Klappentext "Das schönste Buch des Jahres". Wenn man da nicht neugierig wird!? Aber schon die ersten Seiten beeindrucken neben der stimmungsvollen Landschaft der Provence mit wunderschönen philosophischen Sinnsprüchen rund um Bücher und Literatur. Man will den Stift zücken und nahezu auf jeder Seite ein Zitat notieren für das eigene Buch der Lebensweisheiten. Und genau dies hat auch die Hauptfigur Monsieur Perdu im gewissen Sinne getan. In einem Notizbüchlein führt er eine kleine Enzyklopädie der Gefühle und beschreibt den Umgang mit ihnen. Vor allem, wenn man Literarischer Apotheker werden will. Denn genau das ist Monsieur Perdu. Mit seinem Bücherschiff, ein Flussschiff vollgepackt mit Büchern, sticht er wieder "in See" und steuert mit einer bunt gemischten zufällig vom Leben zusammengewürfelten Mannschaft Richtung Paris. Eine mürrische Teenagerin, ein stummer, traumatisierter kleiner Junge, ein Hund, der zum Therapeuten wird.... Wenn da mal nicht viele Gelegenheiten entstehen, in die Apotheke der Lebensweisheiten zu schauen. Fundierte Einblicke in die Welt der Literatur mit inbegriffen. 

Mein Lesetipp des Monats: Nina George: Das Bücherschiff des Monsieur Perdu

Belletristik-Tipp des Monats Oktober von Katja Hieke

Schon mal vorweg: „Raumfahrer" ist kein utopischer Roman. Vielmehr geht es um „Menschen, die nirgends so recht dazugehören, die das Alte verloren haben und zum Neuen keinen Zugang finden, die in einem luftleeren Raum zwischen Gegenwart und Vergangenheit schweben". Konkret geht es um die DDR-Vergangenheit und wie die Protagonisten die Wende verarbeitet haben (oder auch nicht). Erstaunlich, wie gut der junge Autor (Jg. 1994) all das darstellt. Ich konnte viele Situationen sehr gut nachvollziehen und verstehen.

Das Buch liest sich nicht unbedingt gut weg, der immer wiederkehrende Wechsel der Zeitebenen und die kargen Sätze bremsen die Lesegeschwindigkeit. Und doch mag man nicht aufhören, möchte wissen, was passiert ist. Ich finde das Buch eindringlich und sehr wichtig, deshalb empfehle ich es auf jeden Fall weiter.

Mein Lesetipp des Monats:
Rietzschel, Lukas: Raumfahrer

Sachbuch-Tipp des Monats September von Maurice Nesdropa:

In der Oberlausitz kennt ihn jeder, aber natürlich sind die Sterne weltweit bekannt und haben viele Liebhaber. Auch in meinem Zuhause werden dieses Jahr wieder einige Exemplare leuchten. Die Rede ist vom Herrnhuter Stern.

Zum 125-jährigen Jubiläum hat die Herrnhuter Sterne GmbH eine umfassende und sehr anschauliche Zusammenfassung ihrer Entwicklung und Entstehungsgeschichte veröffentlicht. Im Buch gibt es viele faszinierende Informationen rundum diese wunderbare und handgearbeitete Tradition, welche im Jahr 1897 begonnen hat. Wussten Sie beispielsweise, dass im Berliner Kanzleramt ein Sonderexemplar, nämlich der weltweit größte Herrnhuter Stern mit einem Durchmesser von 2,50 Metern hängt?

Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch von den Herrnhutern begeistert ist oder jetzt neugierig geworden ist.

Mein Lesetipp des Monats: Dr. Peter Ufer: "Vom Stern, der in die Herzen leuchtet" 

Kinderbuch-Tipp des Monats August von Katja Hieke

Ja, ich bin ein bisschen verliebt in dieses Buch. Der Titel "Wir essen keine Mitschüler" klingt vielleicht etwas eigenartig - aber das Buch ist wirklich der Hammer. Angefangen bei den liebevollen Zeichnungen, die Kinder immer wieder Neues entdecken lassen. Die Geschichte selbst ist köstlich: Dinosaurier-Mädchen Penelope Rex geht zum ersten Mal in die Schule. Mit 300 Butterbroten, einer Packung Apfelsaft und einem Rucksack mit Ponys drauf. Als sie das Klassenzimmer betritt, sitzen dort ... KINDER. Und das Unheil nimmt seinen Lauf (ich verweise auf den Titel des Buches *zwinker*). Ich empfehle dieses Buch für Kindergarten- und Grundschulkinder. Aber auch Größere werden ihre Freude haben. Im Buch spielen Werte wie Freundschaft, Umgang mit Anderssein und Empathie eine große Rolle. Ich wünsche viel Freude beim Eintauchen in das Leben von Penelope Rex :-)

Mein Lese-Tipp des Monats August: Ryan T. Higgins: "Wir essen keine Mitschüler"

Reisebuch-Tipp des Monats August von Elisa Krämer:

Jetzt, wo die Urlaubszeit vorbei ist und alle wieder in ihrer Oberlausitzer Heimat eintrudeln, lohnt es, sich einmal bewusst zu machen, dass wir hier in der Oberlausitz selbst in einer echt "urlaubsreifen" Region leben. Warum nicht tolle Ecken direkt vor der Haustür entdecken und schon einmal den einen oder anderen Wochenendausflug für den Herbst planen? Im 2022 erschienenen Buch "Glücksorte in der Oberlausitz" schreibt Autorin Antje Kluth über Rakotzbrücke, Zittauer Gebirge oder auch ihren persönlichen Glücksort, die Friedensbrücke in Bautzen, und über viele weitere besuchenswerte Ziele. Hintergrundwissen garantiert. 
Dass zur Zeit vermehrt unsere regionalen Oberlausitzer Bücher ausgeliehen werden - von Wanderbüchern bis Umgebindefachliteratur - zeigen uns die vielen grünen Etiketten dieses Bereiches auf unserer Ausleihtheke und dem Rückgabewagen - das freut uns sehr. Außerdem: Für uns und viele Besucher ist auch die Blockstube unserer Bibliothek ein solcher Glücksort der Oberlausitz.

Mein Lesetipp des Monats: Antje Kluth: Glücksorte in der Oberlausitz - Fahr hin & werd glücklich

Belletristik-Tipp des Monats Juli von Katja Hieke

Als Chase Andrews stirbt, ist allen klar: schuld ist das Marschmädchen Kya Clark. Sie lebt völlig isoliert im Marschland mit Salzwiesen und Sandbänken. Das Buch betrachtet einerseits das Leben von Kya, die beispielsweise nur einen Tag im Leben eine Schule besucht hat. Parallel wird über den Kriminalfall berichtet, an vielen Stellen verflechten sich die Handlungsstränge.

Wieviel Einsamkeit kann ein Mensch ertragen? Wieviel Stärke braucht es, um das, was Kya widerfahren ist, durchzustehen? Unverständnis, Ablehnung, Vorurteile ...
Ich habe dieses Buch mit viel Respekt vor Kya gelesen. Die ausführlichen Beschreibungen der Marsch, in der sie lebt, größtenteils genossen - manchmal auch quergelesen. Aber die Geschichte von Kya und den wenigen Menschen, die sie in ihr Leben ließ, hat mich absolut mitgenommen. Ein etwas anderes Buch, aber aus meiner Sicht in klarer Lesetip.
Wer das Buch nicht lesen möchte: auch die filmische Umsetzung ist durchaus gelungen und sehr stimmungsvoll. Natürlich kann man auch die DVD in unserer Bibliothek ausleihen.

Mein Lesetipp des Monats:
Owens, Delia: Der Gesang der Flusskrebse

 

Bunter Buch-Tipp des Monats Juli von Elisa Krämer:

Das Buch hat zugegebener Maßen keinen Titel, bei dem man erstaunt zugreift. Viele Bücher erfreuen mit ähnlichen Titeln. Und doch hat der Inhalt mal einen ganz anderen Dreh und wartet mit tatsächlich ungewöhnlichen Ideen auf. Hinter den Alltagsabenteuern verbergen sich Tipps, wie man sich selbst und seine Umgebung viel genauer wahrnehmen kann, wie man seine Komfortzone verlässt und ganz ohne Geld Inspirierendes erleben kann.

Warum nicht mal einen "Red Day" machen, also an einem Tag mal bewusst mehrere rote Kleidungsstücke anziehen und rote Früchte essen, oder mit der Lieblingsfarbe experimentieren, sich etwas in dieser Farbe kaufen? Oder wie wäre es mit Duschen im Dunkeln? Jemanden mit einem Kartentrick faszinieren, etwas bewusst reparieren, barfuß laufen, oder einfach mal eine Küchendisco veranstalten? Warum nicht einfach mal machen: Vieles könnte tatsächlich helfen, dem Alltag ganz neue Glücksmomentchen zu entlocken.

Mein Lesetipp des Monats: Tatiana Morlock: 111 Alltagsabenteuer, die glücklich machen 

Roman-Tipp des Monats Juni von Elisa Krämer:

Die Geschichte einer neugierigen und starken jungen Frau Anfang des 20. Jahrhunderts in Spanien. Für ihren Lebenstraum, Journalistin zu werden, nimmt Elisa viele Hindernisse in Kauf. Als junges Mädchen schleicht sie heimlich in den Speiseraum um durch eine kleine Boden-Klappe die im Nachbarraum stattfindende Gesprächsrunde der Intellektuellen Madrids mitzulauschen. Später arbeitet sie im Sekretariat einer Redaktion - und irgendwann ist es soweit, sie schreibt und veröffentlicht unter männlichem Pseudonym. Eine beeindruckende Reise durch das Leben einer willensstarken jungen Frau, die damals viele gesellschaftliche Grenzen überwinden musste, um das zu tun, was heute selbstverständlich ist. Weitet den Blick und ringt den Frauen jener Zeit großen Respekt ab.

Mein Lesetipp des Monats:
María Reig: Die Journalistin

Sachbuch-Tipp des Monats Juni von Elisa Krämer:

Die Expertin für Eltern-Kind-Beziehungen, Nicola Schmidt, präsentiert in diesem Buch Problemlösungen rund um das Thema Familienalltag mit kleinen Kindern. Fragen wie "Wie motiviert man Kinder im Haushalt zu helfen?" oder "Wie halte ich mein "Nein" aus, wenn mein Kind einen Nervenzusammenbruch hat?" stellen sich im Laufe der Zeit so gut wie alle Eltern.

Gut, wenn man einen solchen Ratgeber zur Hand hat, der vielleicht nicht das Patentrezept bereit hält, aber einem doch tröstend auf die Schulter klopft, dass es allen so oder so ähnlich geht, und vor allem: dass unsere Kinder letztlich doch alle "evolutionäre Erfolgsmodelle" sind. Und dass man mit ein bisschen Hintergrundwissen so manch Situation klug entschärfen kann.

Mein Lesetipp: Nicola Schmidt: "artgerecht durch den Familienalltag"

 

Belletristik-Tipp des Monats Mai von Katja Hieke

Schnörkellos berichtet Bonnie Garmus über die Chemikerin Elizabeth Zott im Amerika der frühen 60iger Jahren. Elizabeth will sich mit den Vorurteilen gegen Frauen nicht abfinden, muss herbe Niederlagen einstecken und gibt doch nicht auf. Mit einer guten Prise Humor (z.B. heißt der Hund "Halbsieben"), spannend und überaus klug erzählt der Autor die Geschichte einer mutigen Frau, die mich nicht losgelassen hat. Unglaublich, mit was für Vorurteilen Frauen in dieser Zeit leben mussten!

Übrigens auch als Hörbuch eine klare Empfehlung, Luise Helm liest einfach hervorragend und fesselnd. 

Mein Lesetipp des Monats:
Garmus, Bonnie: Eine Frage der Chemie

Kinderbuch-Tipp des Monats Mai von Katja Hieke

Finger weg von diesem Buch - das sollte doch eine Bibliothekarin nicht sagen? Ich sage doch! Denn mit diesem Buch fesseln Sie selbst den größten Lesemuffel beim Vorlesen. Am besten funktioniert es in der Gruppe - dann sind sich meist alle einig, dass weiter gelesen werden soll. Doch das Phänomen geht noch weiter: komme ich ein weiteres Mal mit diesem Buch in eine Vorlesestunde, sind die Kinder genauso (oder gar noch mehr?) gebannt, wie beim Kennenlernen. Warum? Weil das Buch die Kinder direkt anspricht, auf keinen Fall weiterzublättern. Die Zeichnungen sind lustig und die kleinen Zuhörer fühlen sich mutig, wenn sie lautstark rufen: Weiterblättern, weiterblättern ... So macht (Vor)lesen Spaß :-)

Mein Lesetipp des Monats:
Lee, Andy: Finger weg von diesem Buch

Sachbuch-Tipp des Monats Mai von Katja Hieke

Was macht das Internet, Gaming und die sozialen Medien mit uns? Da sich unsere Bibliothek gerade intensiv mit dem Thema Medienkompetenz beschäftigt, kam dieses Buch zur rechten Zeit. Sind wir auf dem Weg, Digital Junkies zu werden? Dieser Frage geht meine Buchempfehlung nach. Intensiv beschäftigt sich das Buch mit dem Thema Internetabhängigkeit, was man tun kann und welche Präventionsmöglichkeiten es gibt. Ein wichtiges Thema ... Mein Fazit: Digitale Medien im richtigen Maß sollen nicht verteufelt werden, aber es gibt Gefahren, über die man sich in diesem Buch informieren kann.

Mein Lesetipp des Monats:
Wildt, Bert Te: Digital Junkies - Internetabhängigkeit und ihre Folgen für uns und unsere Kinder